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Mai 3, 2015

The truth about #detox

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#Detox steht ganz hoch im Kurs. Alle wollen Reinigen, Entgiften und eben einfach mal sauber machen im Körper. Hört sich gar nicht so blöd an, dachte auch ich mir und startete vor einer Woche im Kollektiv mit Freundinnen das Projekt “Körperreinigung”.

Hat man sich erst einmal dazu entschlossen, bleibt noch die Frage, welches Programm man denn gerne machen will, genügend gibt es nämlich. Ich habe mich für das Heilfasten entschieden, weil ich das schon aus meiner Famile kannte und bereits länger ausprobieren wollte.

Tag 1: Entlastungstag

Am Entlastungstag bereitet man seinen Körper auf das Fasten vor. Ich habe einen “Obsttag” gemacht. Das heißt, ich habe einen Tag lang nur Obst gegessen. Weil ich wirklich ein kleiner Vielfraß bin und ständig Hunger habe, habe ich fast ein bisschen zu viel Obst gegessen. Normalerweise soll man sich auf 3 Pfund beschränken und natürlich sehr viel Trinken.
Es gibt aber auch andere Möglichkeiten: Man kann auch einen Reis-, Gemüse- oder Safttag machen.
Am Ende von Tag 1 habe ich dann Glauber Salz (bekommt man in der Apotheke) genommen. Danach soll man angeblich keinen Hunger mehr haben.

Tag 2: Fasten

Es folgte der erste “richtige” Fastentag an dem ich nur Flüssigkeit zu mir genommen habe. Genauer heißt das: Selbstgekochte Gemüsebrühe, Wasser und Kräutertee. An den Fastentagen soll man ganz ohne Zucker und Fett auskommen (also auch kein Kaugummi!). Die Gemüsebrühe sollte am besten basisch sein.
Der zweite Tag ist mir am schwersten gefallen, denn entgegen der Behauptungen, dass man dabei keinen Hunger hat, hatte ich den ganzen Tag unfassbar großen Hunger. Mit genügend Ablenkung und literweise Brühe trinken habe ich es aber irgendwie ausgehalten.

Tag 3: Fasten

Am zweiten Tag an dem ich gefastet habe, ist mein Hunger dann glücklicherweise weniger geworden. Außerdem war ich ein bisschen neben der Spur. Viel unangenehmer war allerdings der Schwindel, der nach dem Aufstehen mit einem Liter Brühe bekämpft werden musste.

Tag 4: Fasten

Am vierten Tag hatte ich so gut wie keinen Hunger  und trotzdem war es der “schlimmste” Tag. Morgens war mir noch schwindeliger als am Tag davor und dieses Mal blieb mir der Schwindel auch den ganzen Tag erhalten. Am Abend dann habe ich zusätzlich plötzlich richtig starke Gliederschmerzen bekommen. Leider ging es mir überhaupt nicht gut.

Tag 5: Aufbautag

Nachdem es mir am Abend zuvor ziemlich schlecht ging, habe ich beschlossen auf meinen Körper zu hören und meinen Aufbautag vorzuziehen. Eigentlich folgt der Aufbautag erst nach fünf Tagen reinem Fasten.
An Tag 5 habe ich also wieder Obst gegessen. Mit der Menge habe ich es hier nicht so genau genommen. Übertreiben sollte man es aber nicht unbedingt, da der Magen ja vollkommen leer ist und man ihn nicht überfordern sollte. Ich habe morgens einen selbstgemachten Smoothie getrunken, mittags eine Banane gegessen und abends einen Apfel. Dazu habe ich natürlich wieder viel getrunken.

Tag 6: Aufbautag

Den zweiten Aufbautag habe ich mit einem Smoothie und rohem Gemüse bestritten. Auch bei den Aufbautagen kann man andere Varianten wählen: Leichte Gemüsesuppen etc. Das Wichtigste ist, dass man nicht direkt sehr fettiges oder reichhaltiges Essen isst.

 

Fazit:

Dass man bei Fastenkuren und Co. keinen Hunger hat, ist für mich eine fette Lüge. Man hat Hunger, definitiv!
Leider ist die Woche nicht so gelaufen, wie ich es mir gewünscht hatte, aber wenn der Körper so rebelliert, sollte man nichts erzwingen. Jeder reagiert unterschiedlich. Ich bin da vielleicht aber auch nicht das beste Beispiel. Verena hat das Heilfasten ohne große Probleme durchgezogen, aber auch sie hatte Hunger (das ist und bleibt also eine Lüge :D)
Trotzdem würde ich wieder eine Detox Kur machen, denn neben der “Reinigung” finde ich es gut, wie bewusst man sich wieder über das eigene Essverhalten wird. So eine Kur ist zwar nicht zum Abnehmen geeignet, denn was man während dieser Woche abnimmt, nimmt man danach in der Regel auch wieder zu. Ich denke aber, dass es ein guter Anfang sein kann, seine Ernährung umzugestalten und “besser” zu essen.

 

ENGL:

Last week I did a #detox program! 1 day of preparation (I only ate fruits) incl. Glauber’s salt, 5 days of only having water, tea and vegetable stock and 2 days of slowly starting eating again. My conclusion? All people who say they aren’t hungry during this program are shamelessly lying :D. I really, really felt hungry the first two days, then it started to get better, but my body felt weak and I had pain in the limbs. I decided to shorten the program a little bit. Although I had some problems I would do a detox program again (maybe a shorter one), because I like it how conscious you become about your body and your eating habits. Additionally I think it’s a good start to change some of your eating habits.

Follow @jaeckleundhoesle on Instagram to stay updated!

Detox-Heilfasten

 

Comments (7)

  • irgendwieblog
    Mai 3, 2015

    Ich habe auch schon mal darüber nachgedacht eine Fastenkur zu machen, aber es nie probiert. Am liebsten würde ich mal irgendwo hinfahren und unter ‘Anleitung’ so etwas machen, alleine würde ich nur schummeln. Danke für deinen Bericht und LG.

    Antworten
    • Vreni
      Mai 3, 2015

      Ja, das ist sicher auch gut!
      Ich war komischerweise gar nicht in Versuchung zu schummeln 😀 Wenn man mal drin ist, packt einen auch irgendwie der Ehrgeiz und man will es nicht verderben.
      Liebe Grüße!

      Antworten
  • Laura
    Mai 3, 2015

    Kann das alles sehr gut nachvollziehen.
    Wie mein Freund auch schon sagt, brauch man dieses Detox-Zeug eigentlich gar nicht, weil der Körper sich selbstständig entgiftet – beispielsweise durch den Urin.
    Und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass das unbedingt gesund sein soll. Mehrere Tage hungern, und von vielen habe ich auch nur schlechtes gehört. Sie waren schlapp, keine Kraft, unglaublich hunger und zum Schluss auch nur noch – leider wahr – Durchfall.

    Liebst
    Laura

    http://www.fairy-fashion.de

    Antworten
  • Benjamin
    Mai 4, 2015

    Auch ich habe von einem befreundeten Arzt gehört, dass Detox Quatsch ist, schließlich hat unser Körper höchst effektive Entgiftungsorgane. Trotzdem ein spannendes Experiment und ja, bewusste Ernährung ist sehr, sehr wichtig.

    Antworten
  • Anke
    Mai 4, 2015

    Hi,
    ich habe schon ein paar Mal gefastet, eben auch um sich so Dinge wie Zuckerkonsum und Salz(!) mal bewusst zu machen und wieder runterzuschrauben.

    Deine “Symptome” klingen ähnlich wie bei meinem allerersten Fasten. Ich hatte zwar keine Gliederschmerzen, aber dafür einen Tinitus. Gerade der Schwindel spricht dafür, dass du einfach zu wenig getrunken hast, selbst wenn es für deine Verhältnisse vielleicht schon viel war.

    Seit ich beim Fasten darauf achte, wirklich 4 Liter (!) am Tag zu trinken, habe ich kaum Probleme und kann sogar Sport machen. Außerdem hat man dann auch in der Tat keinen Hunger mehr! Der Appetit bleibt aber trotzdem, vor allem in der Mittagspause mit den Kollegen! 😀

    Viel Erfolg beim nächsten Mal!

    ~Anke

    Und falls du Lust hast, meine Erfahrungen zu lesen:

    http://couchmudder.blogspot.de/2015/02/heilfasten_22.html

    http://couchmudder.blogspot.de/2015/02/das-kleine-resume-zum-fastenbrechen.html

    Antworten
  • Katharina
    Mai 6, 2015

    Endlich mal ein Bericht über Detox, der mir von anhieb gefällt – ehrlich und natürlich! Sowas liest man wirklich gerne!

    Antworten

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