Wiesn-Guide Teil2: Der Bayrisch-Crash-Kurs

 

6 Grundregeln die es beim Wiesn-Besuch zu beachten gilt:

  1. Du geht’s weder zur „Wiese“ oder zum „Oktoberfest“, sondern „auf´d Wiesn“.
  2. Um Verständigkeitsschwierigkeiten mit dem Service-Personal vorzubeugen, sollte sich die Unterhaltung lediglich auf den Satz „No a Maß!“ beschränken.
  3. Die Anfrage „ist der Platz noch frei?“ wird prinzipiell nie mit „nein“ beantwortet, sondern bayrisch-diplomatisch mit „do kemman no welche“ abgewehrt.
  4. Regel 3 tritt außer Kraft, wenn es sich bei dem/der angefragten Person um das Kaliber Traummann/Traumfrau handelt. Aber Vorsicht: es kann sich bei der Person um einen Lockvogel handeln, der z.B. 10 halbbewusstlose Italiener im Schlepptau hat.
  5. Bedingungslos werden Personen herzlich Willkommen geheißen, die über ein überaus großes Kontingent an Biergutscheinen verfügen.
  6. Größere Entfernungen innerhalb des Bierzeltes können mit dem Satz „I muas speim!“ (=Ich kotze gleich!) um einiges schneller zurückgelegt werden.

 

 

Wiesn-Lexikon

Kleines Lexikon, damit auch „Ausländische“ Nicht-Bayern etwas verstehen:

Bappn: Mund > „Hoit die Bapp´n“ = Halt deinen Mund

Biesln: auf die Toilette gehen > sogenannte „Wildbiesler“ sparen sich den Euro für die Toilettenbenutzung

Bopperl: Kosename für ein besonders liebes Wesen

Busserl: Küsschen > werden auf der Wies´n sehr oft und gerne verteilt

Charivari: Schmuckgehänge an der Lederhosn

Dusl: Glück haben

Duttn / Holz vor der Hüttn: Umschreibung für ein üppiges Dekollté im Dirndl

Dabresln: hinfallen > “Do hods mi dabreselt“ = Da bin ich hingefallen

Eihebn: Wenn man auf dem nach Hauseweg schon etwas wackelig auf den Beinen steht, muss man sich bei seiner Begleitung eihebn, also festhalten

Fuaßln: wenn man heimlich unter dem Tisch Fußkontakt aufnimmt

Gaudi: Spaß, Vergnügen > Steigerung = Mordsgaudi

Gschbusi: Kosewort für eine Freundin, Geliebte

Herzerl: Lebkuchenherz oder auch Kosename fürs Gschbusi

Hoast mi!: Verstehst du mich? Hast du mich verstanden?

Imoaschoaa: Das glaube ich auch. Zustimmung

Noagerl: der letzte Getränkerest im Krug/Glas

Obandeln: flirten > oft mit eindeutigem Ziel

Ogstocha: beschwipst

Ratschkathl: klatschsüchtige, viel redende Frau > Steigerung: Quadratratschn

Rumstrawanzn: sich herumtreiben > z.B. „Wo bischn heid Nocht wida rumstrawanzd?“

Speibn, speim: sich übergeben, erbrechen

Vuizvui: viel zu viel

Zupf di!: unmissverständliche Aufforderung eines Bayern, den Tisch zu verlassen

 

Und schon kann sie los gehen, die Wies´n Gaudi 🙂 Viel Spaß auf dem 181. Oktoberfest!

Bierkrug

 

You Might Also Like

2 Comments

  • Reply
    Kat
    25. September 2014 at 21:03

    Wie cool ist der Crash Kurs bitte? 😀 Danke dafür! Ich finde es immer gut, wenn man irgendwo hinfährt und dann auch etwas von ortüblichen Dialekt spricht (oder zumindest versteht). Dialekte werden in Deutschland leider sowieso viel zu schnell vergessen.

    Liebe Grüße ♥
    Kat
    http://www.heartandsoulforfashion.com

    • Reply
      Verena
      26. September 2014 at 15:05

      Haha sehr gerne. Ja ich find des auch immer etwas schwierig und vor allem in Bayern kann die Verständigung manchmal wirklich eine Hürde sein. Auch wenn ich zugeben muss, dass ich den Dialekt der Bayern irgendwie liebe 🙂

    Leave a Reply