Warum wir mehr kleine, unabhängige Labels unterstützen sollten

Wie soll die Zukunft der Mode eigentlich aussehen?

Immer wenn ich mit Modedesignstudentinnen rede, immer wenn ich die Gründerinnen toller Labels kennenlerne, ist die Aussage folgende: Es ist verdammt schwer Fuß zu fassen in der Mode. Weil es so verdammt schwer ist, gegen die Großen anzukommen. Und selbst wenn dein Label bekannt ist, konkurrierst du eben jeden Tag aufs Neue mit den Riesen in der Fußgängerzone, die Mode zum Spottpreis in die Welt rausschleudern. Wieso es dennoch so viele kleine Labels gibt? Weil die Menschen dahinter eine echte Leidenschaft haben, eine Vision und ganz viel Kreativität. Da geht es nicht um einen riesigen Konzern, der hinter allem steckt und Einheitsbrei produziert, sondern um Künstler und Künstlerinnen, die unterschiedlicher nicht sein können und dementsprechend auch ganz individuelle Mode machen. Die Frage ist eigentlich nur: Wie stellen wir uns die Mode in Zukunft vor? Einheitlich und irgendwie düster? Oder lieber vielfältig und kreativ?

Ein Plädoyer für kleine Labels

Unterstützt kleine Labels – Modemacher, die es anders machen und das, was sie da tun wirklich lieben. Lasst uns nicht zu den großen Ketten laufen, weil es bequem oder billig ist. Lasst uns mit dem, was wir tragen jedes Mal ein Mini-Statement setzen. Und Individualität und Kreativität feiern. Es gibt so viele tolle Labels, die Unterstützung verdient haben. Lasst uns unser Geld und unsere Aufmerksamt nicht an Konzerne verschwenden, deren Erfolge nur auf Ausbeutung beruhen. Und stattdessen Shops wie Showroom.de supporten, die Jungdesignern eine Bühne zu geben. Neben der ganzen Masse an großen Onlineshops finden nämlich auch ganz viele tolle Dinge im Internet statt, die wir nicht übersehen sollten. Showroom.de ist so ein tolles Ding, denn die Idee dahinter ist ziemlich grandios: All die Jungdesigner, die noch nicht so bekannt sind oder vielleicht nicht mal einen eigenen Onlineshop haben zu versammeln und eine Plattform zu schaffen, auf der es für uns ganz einfach ist, kleine Labels zu unterstützen. Adieu Massen-Einheitsbrei, hallo Designermode zum Verlieben!

Glasses Funk Eyewear (fair) // Pullover Nil&Mon (vegan) // Coat Vintage (slow) // Pants Ade Velkon (fair) // Bag Vintage (slow) // Shoes Veja (fair, eco)

Nil & Mon – Statement Pieces

Nil & Mon lässt es bei den Designs gerne ein bisschen knallen – und ist damit eine ziemlich gute Ergänzung für Looks, die noch ein bisschen Farbe gebrauchen können. Und außerdem auch prädestiniert um hier mal auf dem Blog zu landen. Nil & Mon ist zwar kein Fair Fashion Label im klassischen Sinne, sie bieten allerdings einige vegane und handgemachte Produkte an und gehen für mich damit auf jeden Fall in eine unterstützenswerte Richtung. Außerdem bin ich immer sehr glücklich darüber, wenn Labels sich etwas trauen und abseits der typischen Designs mal ein bisschen auf den Putz hauen.

Ade Velkon – Mode made in Berlin

Ade Velkon habe ich erst vor Kurzem entdeckt als ich zusammen mit Anni auf Fashionweek-Tour in Berlin war und ich dank ihr im Showroom des Labels gelandet bin. Die beiden Macherinnen haben erzählt, was sie inspiriert und was ihre Vision ist: Mode zu machen, die für alle Anlässe passt, hochwertig ist, trotzdem bezahlbar und angenehm zu tragen. Und ich kann euch sagen: Das haben sie geschafft! Ich bin ziemlich verliebt in die Nadelstreifenhose, die tatsächlich irgendwie immer passt und locker, aber genau richtig sitzt. Vom Design bis zur Produktion findet bei Ade Velkon übrigens alles in Berlin statt.

Schlichte, zeitlose Teile von Ade Velkon:

Veja – oh those eco sneakers!

Redet man über nachhaltige Mode, kommt immer schnell ein „Aber es gibt einfach keine schönen Sneaker!“ – und ja, zugegeben, es ist nicht ganz einfach, nachhaltige, faire Treter zu finden, die auch gut aussehen. Eine der Marken, die aber genau das schafft ist Veja. Und aufgepasst: Viele der Sneaker sind zwar aus Leder, das Label ist sich aber der Nachfrage nach gutem veganem Schuhwerk bewusst und hat erst vor Kurzem ein paar neue vegane Varianten auf den Markt geworfen!

Mehr von Veja:

Wenn Online-Bekanntschaften zu Offline-Mitbewohnern werden. <3

Und zum Schluss gibt es noch eine kleine Anekdote zu erzählen, denn wisst ihr, was mit Abstand das beste am Bloggen ist? Die Menschen, die man kennenlernt und das Netzwerk, das man sich aufbaut. Und so kam es, dass ich vor ungefähr zwei Wochen bei der großartigen Sabrina von Whatpixieswear eingezogen bin, weil ich wieder einmal auf Zimmersuche war und sie glücklicherweise eins frei hatte.

Transparenz: Pullover, Hose und Schuhe wurden mir kostenfrei zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür. Meine Meinung bleibt trotzdem meine Meinung. 🙂

You Might Also Like

2 Comments

  • Reply
    Lisa
    18. März 2017 at 12:33

    Oh, freut mich richtig, dass das mit der Zimmersuche endlich erfolgreich war 🙂 Tolles Outfit!

  • Reply
    Katrin
    18. März 2017 at 21:08

    toller Post! wird alles direkt mal ausgecheckt 🙂 die Schuhe hab ich schon aufm Schirm gehabt, aber sowas geht ja leider doch immer mal wieder in der Link Sammlung verloren …
    und sehr cooles Outfit! eine besondere Kombi, die angenehm für den Alltag ist

    Liebe Grüße Katrin

  • Schreibe einen Kommentar zu Lisa Cancel Reply