Monday Mood

Vegan essen und Leder tragen. Ich Heuchlerin!

„Vreni ist Veganerin“

Mit oben genannter Aussage tue ich mir immer etwas schwer, denn ja, ich ernähre mich seit Anfang des Jahres vegan und ich achte auch in anderen Bereichen immer mehr darauf, würde mich selbst aber gar nicht als Veganerin bezeichnen, denn da ist zum Beispiel die Tatsache, dass ich Leder trage und ich auch nicht vor habe, meine Lederteile jetzt plötzlich alle loszuwerden. Heuchlerin!, rufen einige und irgendwo haben sie damit auch recht. Ganz so einfach ist es aber doch wieder nicht, denn neben „Vegan-Gedanken“ spukt mir auch ganz viel zum Thema Nachhaltigkeit und Fairness im Kopf herum und obwohl ich die Verwendung von Leder irgendwie abartig finde, gehe ich hier Kompromisse ein, denn: Das Leder, das ich jetzt besitze loszuwerden und mir dann neue, vegane Teile zu kaufen macht ökologisch betrachtet so überhaupt keinen Sinn. Ganz zu schweigen von den ganzen anderen Dingen, die man beim Kauf zusätzlich beachten sollte: Wurde das fair produziert? Oder klimaneutral? Und landet es nicht immer irgendwann am Müll?

Ein bisschen Veganerin, ein bisschen Weltverbesserin, ein bisschen Vintagemädchen.

All das sind Gedanken, die bei mir zu folgendem führen: Was du bereits hast, ist schon da und macht damit keinen neuen Müll oder fördert nichts, was ich vielleicht nicht unterstützen möchte. Deshalb sollte es meiner Meinung immer die allererste Option sein, Sachen zu behalten und zu benutzen bis sie kaputt sind und ersetzt werden müssen. Wenn man etwas Neues braucht oder haben möchte, sollte man sich überlegen es Secondhand oder besser noch Vintage zu kaufen. Das beißt sich oft mit meinen ethischen Überlegungen und meiner Überzeugung, dass Tiere einfach nicht dafür da sind, um von uns Menschen ausgebeutet zu werden. Ich hatte ziemlich lange Probleme damit herauszufinden, was für mich der richtige Weg ist und was ich vertreten kann und möchte. Letztendlich bin ich zu folgendem Schluss gekommen: Ich behalte, was ich habe. Kaufe ich etwas Neues, achte ich darauf, dass es vegan ist. Kaufe ich Vintage, ist nicht-vegan für mich okay, denn es ist meiner Meinung nach immer noch die nachhaltigste Art einzukaufen. Mein Gedankengang geht dann in etwa so: Eine Vintagetasche, die oftmals schon 20 oder 30 Jahre alt ist, macht ökologisch sehr viel mehr Sinn als ein neues Produkt und ist damit auch die nachhaltigere Alternative als eine neue vegane Tasche. Genau so mit einem Vintage Blazer, der Wolle enthält, denn den kaufe ich trotzdem lieber als ein neues Teil. Dagegen kann man natürlich argumentieren und ich kann es absolut verstehen, wenn jemand das Tragen von tierischen Materialien komplett ablehnt, vielleicht komme ich irgendwann auch noch an diesen Punkt. Für den Moment habe ich es aber nun so für mich „geregelt“ und finde das mittlerweile auch okay so.

Wer Vintagekleidung trägt und gleichzeitig darauf achtet, dass die vegan ist – mein voller Respekt, das ist das Non-Plus-Ultra für mich und meiner Meinung nach die allerbeste Möglichkeit! (+ ich habe keine Ahnung, wie du das schaffst und freue mich über Tipps!)

Was denkt ihr über dieses Thema? Das würde mich wirklich interessieren, ganz egal, ob ihr euch vegan ernährt, ganz vegan lebt oder nicht. Immer gerne her mit den Meinungen!

Mehr Gedanken zu Veganismus gibt es in meinem Artikel „Vegane Hipster und ihre Gegner„.

 

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18 Comments

  • Reply
    Caro
    11. Juli 2016 at 8:32

    Ich habe mich fast ein Jahr lang vegan ernährt, doch irgendwie würde es mir in den letzten Monaten zu viel und zu aufwendig überall vorher nachzufragen ob das vegan ist, dennoch versuche ich mich natürlich weiterhin vegan zu ernähren, nehme es nur bei Freunden oder im Restaurant nicht mehr ganz so streng. Taschen aus Leder würde ich mir nicht kaufen, bei Schuhen finde ich das etwas schwieriger und achte da jetzt auch nicht vollkommen darauf, dass sie vegan sind. Ich finde aber jeder sollte da seinen eigenen Weg finden, egal was andere sagen, meistens sind sie noch viel schlimmer und schätzen ihre Umwelt gar nicht.

    Liebste Grüße
    Caro

    http://perfectionofglam.blogspot.de/?m=1

  • Reply
    Sophie
    11. Juli 2016 at 8:43

    Moin Vreni.

    Muss zugeben, dass ich mich natürlich von dem Titel deines Artikel habe „catchen“ lassen 🙂 Denn auch ich habe schon von Veganern gehört, die dann aber doch zu Zara rennen und sich dort eine Ledertasche zu besorgen. Das passt für mich nicht zusammen – wobei ich mir fest vorgenommen habe, niemanden zu verurteilen, der wenigstens in irgendeinem Bereich anfängt etwas besser zu machen. Denn das ist ja komischerweise der Fluch: Von Menschen, die anfangen, ein bisschen bewusster zu konsumieren und darüber sprechen, wird automatisch verlangt, dass sie ALLES richtig machen.
    Ich stimme dir auf ganzer Linie zu, was die Klamotten angeht. Bloß, weil ich mich entschieden haben, nur noch fair zu kaufen, schmeiße ich meine alten H&M-Klamotten auch nicht weg.
    Und ja, auch für mich ist Second Hand mittlerweile die coolste Alternative, die so richtig Spaß macht.

    Also: Cooler Artikel 🙂
    Dir eine schöne neue Woche & beste Grüße aus Hamburg.
    Sophie*

    • Reply
      Vreni
      27. Juli 2016 at 0:34

      Hey Sophie und willkommen auf dem Blog! 🙂 Danke für deine Meinung und dass sie so positiv gegenüber Jäckle & Hösle ausgefallen ist 😉

  • Reply
    Alf
    11. Juli 2016 at 11:42

    Hallo Vreni,

    in erster Linie geht es doch darum, welchen Prozess du angestoßen hast und wie du das weiterhin verfolgst, das „Vegan leben“-Ding. Ich kann mich noch nur zu gut daran erinneren, wie das bei mir mit dem Tragen von Eco Fashion angefangen hat. Vor 10 Jahren habe ich ganz konventionell gekauft, von großen und schönen Marken, die sich aber einen feuchten Dreck darum scheren, wer was für sie wie macht. Nachdem ich das nicht mehr akzeptieren wollte, war klar, dass ich nur noch Klamotten kaufe, die keine Chemie in sich tragen, mit biologisch angebauten Fasern hergestellt werden und die Leute, die daran arbeiten, sozial(er) und fair(er) bezahlt werden. Das ging aber nicht von heute auf morgen, sondern war ein langer Prozess. Jetzt kaufe ich tatsächlich gar keine konventionelle Mode mehr, selbst wenn sie mir sehr gefällt und dies bei Sneakern z.B. immer noch verdammt schwer ist. Meine Lieblinge von damals, die sie auch heute noch sind, habe ich aber behalten. Bis sie auseinanderfallen.

    Liebe Grüße,
    Alf

    • Reply
      Vreni
      27. Juli 2016 at 0:33

      Hey lieber Alf,
      genau, das denke ich auch und wie gesagt „vielleicht komme ich auch noch an diesen Punkt“. Im Moment ist es aber erst einmal ganz gut so, wie es ist, weil ich kein neues Leder in Umlauf bringe und ziemlich viel Slow Fashion betreibe 🙂
      Ja, Sneaker sind da ja immer ein riesiges Thema, aber so wie sich alles entwickelt, wird es in der Richtung bestimmt auch bald mehr Angebot geben!

      Liebe Grüße,
      Vreni

  • Reply
    Justine
    11. Juli 2016 at 12:02

    Hi Vreni, das ist echt ein verzwicktes Thema.. ich halte das so: Ich trage manche alte Lederschuhe noch “fertig“, weil ich einfach keinen Sinn darin sehe, sie durch neue Schuhe zu ersetzen, denn das wäre nicht wirklich nachhaltig. Jedoch habe ich auch einige Lederteile (vor allem Taschen) verkauft und verschenkt, weil ich mich einfach nicht mehr wohl damit gefühlt habe auf die Straße zu gehen und “Werbung“ für Michael Kors Taschen aus Leder zu machen. Ich finde also, dass man nicht unbedingt alle Lederteile durch vegane Teile ersetzen sollte. Natürlich würde ich nie wieder ein neues Lederteil kaufen, auch nicht in einem Secondhand oder Vintage Laden 🙂
    Liebe Grüße, Justine

    http://www.justinekeptcalmandwentvegan.com

    • Reply
      Justine
      11. Juli 2016 at 12:26

      Außerdem: wenn jemand seine vegane Leebnsweise ausschließlich auf die Ernährung bezieht, ist das auch in Ordnung. Ich denke, niemand darf verurteilt werden. Auch wenn ich persönlich natürlich finde, dass es am Besten wäre, wenn jeder Mensch auf dieser Welt vegan essen und auch nur vegan einkaufen würde, heißt das nicht dass nicht auch ein kleiner Step honoriert werden sollte. Manche Menschen machen einen veganen Tag pro Woche und das ist super. Manche essen vegan und kaufen Leder, auch das ist in Ordnung. Sie tun etwas, das in die “richtige“ Richtung geht und das ist klasse. Das mit dem Leder einkaufen ist dann eben der nächste Schritt und da ist vielleicht einfach das Bewusstsein noch nicht da oder die Person schafft es einfach noch nicht darauf zu verzichten. Deshalb ist dieses Verhalten aber keineswegs heuchlerisch. Wir Veganer haben auch mal Leder gekauft und vermutlich auch früher mal Fleisch gegessen und haben eine Weile gebraucht um die vegane Ernährungsweise für uns zu entdecken und evtl. noch ein wenig länger um sie auch tatsächlich 100% umzusetzen. Wir sind “Gewohnheitstiere“ und manche brauchen eben länger für die komplette Umstellung als andere. Ich habe bspw. von heute auf Morgen entschieden vegan zu werden und habe es in allen Lebensbereichen umgesetzt, aber das war schon irgendwie hart und ich versuche deshalb ganz einfach verständnisvoll zu sein, wenn andere das nicht sofort so durchziehen können oder wollen.
      Jeder noch so kleine Schritt sollte toleriert werden. Verachtung oder Verurteilung bringt genau nichts und würde nur wieder ein komisches Licht auf uns “Veganer“ werfen. Wenn wir uns aber einfach freuen, wenn sich jemand entscheidet nur noch vegan zu essen, das mit dem Lederverzicht noch ein wenig dauert, mein Güte, auch OK. Unsere Aufgabe: Einfach weiterhin vorleben, dass ein Leben ohne Wolle, Leder und Daunen wunderbar ist, nichts mit Verzicht zu tun hat und auch diese Personen werden auf Dauer ihre Lebensweise auf komplett vegan umstellen 🙂 Das hoffe ich zumindest haha!

      • Reply
        Vreni
        27. Juli 2016 at 0:27

        Hey liebe Justine,
        verstehe deinen Standpunkt total! Vielleicht bin ich wie gesagt auch irgendwann an einem ähnlichen Punkt. Im Moment geht es mir aber so, dass ich vegan gar nicht zu 100 % bei der Kleidung durchziehen möchte, weil mir die Vintage Variante einfach ökologisch betrachtet sinnvoller erscheint und in diesem Fall die Ethik ein bisschen überwiegt. Neues Leder würde ich trotzdem nie kaufen, weil ich einfach kein Neues in Umlauf bringen möchte. 🙂

  • Reply
    Jasmin
    11. Juli 2016 at 12:06

    Was gibt es denn besseres als Secondhand zu kaufen! Ich find das sogar noch besser als was Neues zu kaufen, auch wenn das nachhaltig wäre. Wie du sagst, es ist ja schon da und macht keinen neuen Müll 🙂 Ich find’s viel schlimmer wenn VeganerInnen (und damit meine ich auch viele der BloggerInnen, die schreiben, sie leben vegan) dann alle zwei Tage einen neuen Outfitpost mit Kleidung von Mango bis Zara machen. Genauso, wenn gesagt wird, jemand will Tieren kein Leid zutun und dann einfach menschenunwürdige Arbeitsbedingungen unterstützen. Hab sogar einmal gehört „Menschen sind mir egal“ – da F! Bekomm ich nicht in meinen Kopf!

    Alles Liebe,
    Jasmin

    • Reply
      Vreni
      27. Juli 2016 at 0:30

      Uiuiui, ja da gibt es viele heftige Standpunkte, die ich auch nicht alle nachvollziehen kann. Grundsätzlich ist es ja aber schon einmal gut, wenn jemand etwas in einem Bereich verändert. Die anderen folgen dann ja vielleicht später noch und man hat wenigstens schon einmal überhaupt etwas getan. Trotzdem stimmt es schon, habe da auch schon die ein oder andere heftige Aussage gehört!

  • Reply
    Jenni
    13. Juli 2016 at 8:50

    Liebe Vreni!

    Ich kann mich dir und den Vorkommentatorinnen nur anschließen: Ich halte es ebenfalls absolut nicht für geheuchelt, wenn vor allem zu Beginn einer veganen Lebensweise nicht alle „Kriterien“ – wenn man sie denn so nennen kann – erfüllt werden.
    Ich denke, von einem Tag auf den anderen komplett – und damit meine ich nicht nur die Ernährung – vegan leben zu können, das kann niemand leisten. Und das sollte auch gar nicht unsere Messlatte sein – denn ich gebe dir recht, wenn du schreibst, dass Dinge, die schon Jahrzehntelang im Umlauf sind und immer weiter im Konsumentenkreislauf verbleiben, nachhaltiger sind als jedes neue Teil, das gekauft werden muss. Ich finde, es ist nicht immer einfach, vegan und ökologisch unter einen Hut zu bringen und wenn man sein Leben auf den pflanzlichen Schwerpunkt ausrichten möchte, muss man gerade zu Beginn Abstriche machen.

    Ich trage auch viel von meiner alten Kleidung auf – die alles andere als fair und nachhaltig produziert wurde, was mir schmerzlich bewusst ist. Aber ich finde es nachhaltiger, sie aufzutragen, bis sie wirklich verbraucht und abgenutzt ist, als jetzt zu einem Fair Fashion Shop zu rennen und mich von Kopf bis Fuß neu einzudecken. Mal abgesehen davon, dass ich mir das nicht leisten kann, wäre das auch alles andere als nachhaltig.
    Wie weit da jeder und jede gehen kann und möchte, bleibt natürlich selbst überlassen. Ich persönlich bringe es beispielsweise nicht mehr über’s Herz meine einzigen Lederschuhe, die ich in meinem ganzen Leben gekauft (in einem Moment der Schwäche) habe, anzuziehen, seitdem ich mir bewusst gemacht habe, was ich da eigentlich trage. Es geht einfach nicht. Damit sie aber trotzdem dem Konsumentenkreislauf wieder zugeführt werden, werde ich sie demnächst secondhand verkaufen – so, wie ich das mit vielen anderen Kleidungsstücken ebenfalls mache.

    Diese ganze Umstellung kann nur Schritt für Schritt vollzogen werden und niemand hat das Recht, andere für die Situation zu verurteilen, in der sie sich aktuell befinden – sofern der- oder diejenige sich wirklich Gedanken um seinen oder ihren Lebensstil macht und dementsprechend zu handeln versucht. Niemand ist perfekt und das ist auch gut so.

    Liebe Grüße
    Jenni

    • Reply
      Vreni
      27. Juli 2016 at 0:22

      Danke für deine Meinung liebe Jenni, ich sehe das sehr ähnlich! 🙂 <3

  • Reply
    franziska
    15. Juli 2016 at 11:01

    Empfinde ich genau so wie du! Ich halte es auch so, alte dinge, nur weil sie nicht fair oder vegan sind wegzuwerfen – da hätte man ja das ganze mit slowfashion und konsum nicht verstanden!
    Ich lebe auch seit kurzem vegan und tu mich immer noch schwer mit der ledersache! danke für deine ehrlichen worte! Meinen Weg habe ich leider noch nicht so gefunden, damit ich damit 100% im Reinen bin…

    • Reply
      Vreni
      27. Juli 2016 at 0:21

      Ich glaube mir geht es da ähnlich. Manchmal hilft es auch einfach nicht zu hart zu sich selbst zu sein! Und dann dazu stehen, wie man es macht, denn eines steht fest: Perfekt macht man es selten und das muss auch gar nicht der Anspruch sein. Du findest den richtigen Weg für dich! 🙂 Liebe Grüße, Vreni

  • Reply
    Jan
    5. August 2016 at 8:44

    Guten Morgen zusammen,

    ich werde nun mal etwas unpopulär, nicht nur weil ich möglicherweise der einzige nicht-Veganer in der Kommentierrunde bin, sondern weil mir eine Sache beim Durchlesen der Kommentare immer wieder auffällt. Das Wort „Nachhaltigkeit“. Grundsätzlich unterstütze ich den Trend Tiere Tiere sein zu lassen und nicht als Produkt in einer wirtschaftlichen Maschinerie auszubeuten, ebenso wenig wie die Arbeiter, die an der Produktion von dies und jenem beteiligt sind (nur ein kleiner Disclaimer, dass ich nicht gleich wirke, als wäre ich der bluttriefende Unterstützer jeglicher Massentierhaltung – was ich nicht bin, darüber möchte ich nun aber auch gar nicht reden).

    BTT: Nachhaltigkeit und Second Hand. Wenn ich die Intention der meisten hier richtig verstehe geht es nicht nur um die Veränderung des eigenen Mikrokosmos und des Ablasshandels hin zu einem sündenfreien Leben, sondern um die globale Veränderung und den Anstoß, Lebensbedingungen für Tier und Mensch langfristig zu verbessern (sollte ich hier bereits einem Irrtum aufgesessen sein bitte ich um Aufklärung). Gerade aber der (vermeintlich) „nachhaltige“ Kauf von Second Hand Ware zur Förderung dessen im vorherigen Satz beißt sich selber in den Schwanz. Faire und tatsächlich nachhaltige Produktion von allerlei Textilartikeln funktioniert langfristig nur, wenn diese auf unserem globalökonomischen und durch und durch kapitalistischen Planeten auch konsumiert wird. Die ZARAs, H&Ms und Pimkies dieser Welt stören sich redlich wenig an ein paar wegbrechenden Kostverächtern, kleinere Unternehmen, die faire Löhne zahlen und emissionsreduzierte Logistik fördern brauchen jeden Unterstützer, den sie finden können, und genau da beißt die Maus dann den Faden ab.

    Alles in allem ist Second Hand kaufen selbstverständlich klimaneutraler und tierschützender als sich alle zwei Wochen ein neues Shirt für 9,99 zu kaufen, am Ende wird damit auch nicht den falschen geholfen, aber den „richtigen“ eben auch nicht. Das nur mal so am Rande.

    Grüße,
    Jan

    • Reply
      Vreni
      5. August 2016 at 10:15

      Hallo Jan,

      vielen Dank für deinen Input!
      Ich verstehe deinen Standpunkt total. Zuerst aber kurz noch zu der Intention des Textes: Es ging hier mehr um den inneren persönlichen Konflikt, den man haben kann, wenn man sich für eine vegane Lebensweise entscheidet und gleichzeitig auch auf Nachhaltigkeit achten möchte.
      Ich stimme dir in einem aber zu 100% zu: Neue, faire und nachhaltige Labels müssen unterstützt werden! Das ist auch genau der Grund, wieso ich hier auf dem Blog jungen Labels eine Stimme gebe, sie vorstelle und promote.
      Außerdem finde ich: Jeder soll tun, was er kann und möchte. Wie du schon sagst, ist secondhand besser als ein „konventioneller“ Konsum, also schon ein großes YES, denn die von dir genannten Marken werden z.B. dann nicht direkt unterstützt. Das ist doch schon ein großer Schritt, den man auch einfach als solchen stehen lassen kann. Viele der Kommentatoren hier kenne ich und die meisten unterstützen zusätzlich auch neue nachhaltige Labels. Das ist eine tolle Mischung wie ich finde! Zum einen wird der ganze Mode Kreislauf entschleunigt und zum anderen fördert man Modemacher, die es besser machen.
      Ich persönlich halte es ähnlich: Wenn ich secondhand kaufe, kaufe ich Vintagekleidung, wenn ich neu kaufe, kaufe ich von fairen und nachhaltigen Labels. 🙂

      Liebe Grüße,
      Vreni

  • Reply
    Slow Fashion: Kleidergeschichten... von langlebigen kurzen Hosen - Kunstkinder Mag
    13. September 2016 at 23:40

    […] mit sich, durch Langlebigkeit zu überzeugen. (Fair Fashion Supergirl Vreni hat da neulich einen schönen Artikel, gerade auch in Hinsicht auf das Thema vegan und lederfrei drüber geschrieben!) Und so kann ich, […]

  • Reply
    Steffi
    6. Oktober 2016 at 11:59

    Hallo, ich esse seit 10 Jahren tierleidfrei und mache mit seither auch um alles Mögliche Gedanken. Ich habe aber auch keine alten Lederjacken oder Schuhe weggeworfen, das finde ich Quatsch. Nachgekauft habe ich allerdings keine, alles was danach kam bestand aus Kunstleder. Ich finde es unmöglich wenn Allesfresser, die nichts aber auch gar nichts in ihrem Leben umgestellen haben unsereins für solche Kinkerlitzchen kritisiert. Selber gar nichts tun, aber andere angreifen weil man einen kleinen Teil für sich umgestellt hat?? Geht’s noch?! Dann kommen Diskussionen wegen Plastikflaschen und Kokolores. Ich klinke mich da mittlerweile aus, ist mir zu dumm. Viele liebe Grüße!

    Steffi / redseconals.com

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