Sonntagszitat: Plus und Minus.

Tim-Benzko

Wahre Worte von Tim Benzko

Am Ende des Tages saß sie da und wünschte sich nichts mehr, als ein großes Vergessen. Sie hatte sich doch schon alles fein säuberlich in ihrem Kopf zurecht gelegt. Sie hatte zurückgespult und all die schlechten Momente mit schönen Gedanken überspielt. Es wäre alles so gut gewesen.

Mit einem lauten Knall katapultierte die Realität sie in ein tiefes Loch. All die verbannten Gedanken fanden wieder den Weg in ihren Kopf und ließen sie am ganzen Körper zittern. Sie lief durch die Nacht, um sich zu beruhigen. Sie schrie so laut sie konnte, um ihrer Wut Ausdruck zu geben. Dann weinte sie. Sie weinte, weil sie erkannte, dass nichts davon etwas änderte. Wie konnte sie davor fliehen, wie konnte sie etwas ändern? Ohne Mut und ohne Hoffnung sah sie in die Nacht und war stumm.

Wir können nur hoffen, dass wir eines Tages aufstehen und sagen: Es war gut, so wie es war. Wir haben viel gelernt und Tolles gesehen. Dabei muss das Leben als Ganzes betrachtet werden. Wir sind Mathematiker, die Plus und Minus gegeneinander rechnen. Glücklich schätzen können sich dann diejenigen, die auf der positiven Seite mehr Einträge zu verzeichnen haben.

Street-night

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2 Comments

  • Reply
    vreeni
    22. Juli 2014 at 6:39

    Perfekter Post – und ich denke, jeder findet sich in den Worten wieder.

    Groetjes,
    Vreeni

    PS: Hast du Lust beim “look of the month” mit zu machen? Thema: Zeig deinen liebsten Beach-Look.
    Alle Info´s zur Teilnahme findest du hier: look of the month

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