Sonntagszitat: Eifersucht

Ich möchte heute über Eifersucht schreiben. Nicht, dass ich davon eine Ahnung hätte oder besonders viel wertvolle Erfahrung. Aber wie die Natur es so wollte bin ich ein dreistes Kind und möchte euch deswegen meine Gedanken aufzwängen.

Es geht los:

Zunächst müssen an dieser Stelle kurz meine Beobachtungen geschildert werden. Eifersucht ist ein zweischneidiges Schwert, wenn man so will. Es gibt nämlich, wie so häufig im Leben, die Menschen, die total darauf abfahren und die, die es gerade mal am kleinen Zeh kratzt. Laut meiner feinen Beobachtungsgabe ist das oft so: Menschen, die viel Angst haben verlassen zu werden oder es selbst faustdick hinter den Ohren haben sind besondere Eifersuchts-Monster. Sie eifern ihren ausgewählten Liebesopfern fleißig nach, bis es eben fast in einer Sucht endet. Halt! Gibt es Eifersucht etwa nur in Verbindung mit Liebe? Nein, natürlich nicht, aber wir wollen uns für den Moment einfach einmal auf die spezielle Eifersucht zwischen zwei Liebenden beschränken. Ist diese Sucht also so richtig schön gewachsen und wurde sie vielleicht sogar noch ordentlich von fremden Flirtattacken gefüttert, ist sie so fett, dass sie einen oder auch beide Liebenden einfach erdrückt. Ist man erst einmal zwischen Kontrollen und Unfreiheit eingeklemmt, ist es schwer sich selbst und die Liebe, die irgendwann einmal der Auslöser des Ganzen war, unbeschadet zu befreien. Schafft man es aber, hat man vielleicht eine Chance sich untereinander das gegenseitige Verständnis so weit zu erklären, dass es der andere sogar glaubt und die Sucht sich in den richtigen Momenten unterdrücken lässt.

Nun zur anderen Sorte Eifersuchtsmenschen: Die, die davon höchstens schon einmal gehört haben. Sie sind schwer zu durchschauen und Frau fragt sich ununterbrochen, ob der andere nur verdammt viel Vertrauen hat oder ob es ihm womöglich einfach egal ist, mit wem sie flirtet. Gleichgültigkeit wäre dann die Folge und das erträgt kein Liebender.

Eifersucht erdrückt. Keine Eifersucht zeugt von Gleichgültigkeit. Der richtige Weg liegt wahrscheinlich wie immer irgendwo in der Mitte.

 

“Sucht ist eine Sehnsucht, die sich nicht mehr sehnen kann.”

You Might Also Like

No Comments

Leave a Reply