Sustainable Saturday

Nachhaltiger einkaufen – so klappt’s!

Meine lieben Nachhaltigkeitsfreunde, es ist Samstag und ihr wisst ja, was das bedeutet: Es wird wieder Zeit, dass wir was für’s Karma und die Umwelt tun! Für diesen Sustainable Saturday habe ich mir Leonie ins Boot geholt, die für euch die 5 ultimativen Tipps für den nachhaltigeren Lebensmitteleinkauf hat. Leonie ist ein Fuchs, was solche Sachen angeht und ist deswegen genau die Richtige, um unsere Einkaufskörbe umweltfreundlicher zu machen. Diese Tipps dürfen und sollen natürlich nicht nur heute gelten, ist ja klar. Sustainable Saturday ist nämlich eigentlich jeden Tag.


Leonie: Nachhaltiger leben kann man jeden Tag. Und zwar besonders bei den Dingen, die wir immer wieder tun – zum Beispiel essen. Doch wie kaufe ich möglichst umweltfreundlich ein und bei welchen Vorsätzen ist es wirklich leicht, sich auch daran zu halten? Pünktlich zum Sustainable Saturday bei Vreni möchte ich euch heutige einige Tipps für eine nachhaltige Ernährung und nachhaltiges Einkaufen geben.

Ich bin übrigens Leonie und wohne in Köln. Auf meinem Blog Glowing dreht sich alles rund um die Themen vegane Ernährung, Nachhaltigkeit, Fair Fashion und Achtsamkeit. Mein Wunsch ist es, so zu einem einem glücklichen und grüneren Leben zu inspirieren – und mich selbst dabei auch immer wieder herauszufordern. Für mich ist es sehr wichtig, aufmerksam durch das Leben zu gehen und die Dinge nicht einfach geschehen zu lassen, sondern aktiv und bewusst einzugreifen. Auch bei der Ernährung! Nun geht’s aber los mit den Tipps.

Nachhaltiger einkaufen #1: Kaufe regional

Es ist kein Geheimnis, dass sich in unseren Supermarktregalen mittlerweile Produkte aus aller Welt finden. Das Problem daran: Sie müssen weite Strecken zurücklegen, um dort zu landen – meist per Flugzeug und LKW. Der Transport sorgt für riesige freigesetzte Emissionen. Um das zu vermeiden, lohnt es sich immer, auf die Herkunft der Produkte zu achten. Am besten ist es, Erzeugnisse aus der eigenen Region oder zumindest aus Deutschland zu kaufen. Also kauft lieber deutsche Kartoffeln statt importierte aus Übersee!

Nachhaltiger einkaufen #2: Kaufe saisonal

Erdbeeren im tiefsten Winter oder Spargel im Herbst zu kaufen, ist fast schon eine Nachhaltigkeits-Todsünde. Denn diese Nahrungsmittel werden in dieser Zeit nicht in Deutschland angebaut und müssen importiert werden. Wer stattdessen auf Obst- und Gemüsesorten setzt, die aktuell in der eigenen Heimat Saison haben, unterstützt nicht nur die heimische Landwirtschaft, sondern sorgt auch für einen nachhaltigen Einkauf und geringe Transportemissionen. Hier findest du einen Saison-Kalender für Gemüse und für Obst, der dabei hilft, die Übersicht zu behalten, welches Gemüse gerade am besten zu bekommen ist.

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Nachhaltiger einkaufen #3: Verzichte auf Plastik

Plastikverpackungen und Plastiktüten sind mit ein bisschen Planung beim Einkaufen immer öfter völlig überflüssig. Der eigene Jutebeutel oder Einkaufskorb ist in vielen Fällen eine leicht umsetzbare Lösung, um beim Gang in den Supermarkt oder auf den Markt Plastiktüten zu vermeiden. Leider sind dort viele Lebensmittel mittlerweile nur noch in Plastikverpackungen erhältlich. In vielen größeren Städten gibt es deshalb bereits verpackungsfreie Läden, die Produkte ohne Plastik anbieten. Das ist besonders bei trockenen Lebensmitteln wie Reis, Linsen, Cornflakes & Co. ein echtes Plus, da man diese sonst nur sehr schwer ohne Plastik erhält. Ob es auch in deiner Nähe einen Unverpackt-Laden gibt, erfährst du in dieser Übersicht. Unverpacktes Obst und Gemüse lässt sich oft auch im Supermarkt, beim türkischen Händler oder auf dem Markt bekommen.

Nachhaltiger einkaufen #4: Mehrweg statt Einweg

Wasser, Säfte und Erfrischungsgetränke sollten am besten in Mehrweg-Pfandflaschen in den Einkaufskorb wandern. Mehrwegflaschen sind am nachhaltigsten, da sie zwischen 25 und 50 Mal hintereinander gespült und neu befüllt werden können, bevor sie recycelt werden. Es gibt sie aus Glas und aus PET. Tatsächlich sind die Mehrwegflaschen aus PET umweltfreundlicher als die aus Glas, da sie weniger wiegen und so beim Transport für weniger Emissionen sorgen. Wer allerdings Getränke aus der eigenen Region kauft, kann auch beruhigt zur Glas-Mehrwegflasche greifen. Generell ist auch hier der Griff zu heimischen Produkten die beste Wahl.

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Nachhaltiger einkaufen #5: Kaufe nur, was du wirklich brauchst

Wir kennen sie alle: Spontan-Käufe. Da wandert kurz vor der Kasse noch schnell eine Tüte Süßigkeiten in den Einkaufswagen oder jede Menge andere Dinge, die man „ja bestimmt noch unbedingt braucht“. Tatsächlich sind oft Produkte dabei, die unnötig sind und Zuhause gar nicht verwertet werden. So entsteht nicht nur weiterer unnötiger Verpackungsmüll, sondern im schlimmsten Fall auch unnötige Lebensmittelverschwendung. Also am besten eine sorgfältige Einkaufsliste vorbereiten und gut gewappnet zum nachhaltigen Lebensmittel-Shopping aufbrechen!

Das waren meine fünf Lieblingstipps für nachhaltiges Einkaufen – natürlich gibt es noch einige mehr. Was ich aus meinen Einkäufen so zaubere, findet ihr übrigens in meiner regelmäßigen Kategorie „One Vegan Day“. Dort zeige ich euch, wie ihr ohne viel Aufwand, Geld und Zeit einen ganzen Tag lang vegan essen könnt. Achtet ihr denn schon bei bestimmten Punkten darauf, eure Lebensmittel umweltbewusst einzukaufen? Falls ihr auch noch praktische Tipps habt, schreibt sie mir gerne in die Kommentare!

Vielen Dank liebe Leonie für diese Tipps, die ich Stück für Stück in meine Kaufgewohnheiten integrieren werde! Was ich bisher so tue, könnt ihr übrigens im Sustainability Update lesen.

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5 Comments

  • Reply
    Jenni
    25. September 2016 at 11:52

    Liebe Vreni, liebe Leonie!

    Das ist ein wunderbarer zusammenfassender Artikel, der genau die wichtigsten Aspekte für nachhaltiges Einkaufen zusammenfasst – und superschön zu lesen ist, danke euch! 🙂
    Ich glaube, wenn man die oben aufgeführten Dinge wirklich ernsthaft beherzigt, kann man schon so viel Müll vermeiden – wir haben allein dadurch, dass wir im Unverpackt-Laden einkaufen, unseren Müllberg um mehr als 80% reduziert.

    Ich hoffe, noch viel mehr Menschen machen sich bald Gedanken über so etwas Alltägliches wie Einkaufen und handeln bald danach – es ist so einfach. 🙂

    Liebe Grüße
    Jenni

  • Reply
    Jens
    26. September 2016 at 15:14

    Ein schöner Beitrag.

    Kann ich nur unterschreiben.

    Danke und liebe Grüße

    Jens

  • Reply
    Andrea
    8. Oktober 2016 at 21:16

    Richtig tolle Tipps <3

    • Reply
      Vreni
      29. Oktober 2016 at 13:04

      Dankeschön! <3

  • Reply
    Mach’s doch selbst: 5 gute Gründe für DIY - Jäckle und Hösle
    12. November 2016 at 7:30

    […] zusätzliche Verpackungen und der Transport zu weiteren Zwischenstationen. Wer sein eigenes Gemüse anbaut oder Kosmetikprodukte selbst macht, verzichtet außerdem auf unnötige Chemikalien in […]

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