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#LessIsMore

Menschen fliehen aus ihren Heimatländern – Wir überlegen, was wir an Weihnachten essen.

Menschen verlieren ihre Familie, ihre Bleibe, einfach alles – Wir kaufen Geschenke, Geschenke, Geschenke.

Menschen kämpfen um ihr Leben, ihr Recht zu bleiben, ihr Recht zu existieren – Wir sitzen im Esszimmer und haben einen fetten Braten vor der Nase.

Fröhliche Weihnachten! Für manche wird es wohl fröhlicher ausfallen als für andere.

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Weihnachten – ein Fest des Konsums?

Weihnachten ist nicht mehr weit und wir alle machen uns Gedanken darüber, was wir essen möchten, was wir verschenken möchten, was wir gerne unter dem Weihnachtsbaum liegen hätten. Mehr ist schließlich mehr in der Weihnachtszeit: Mehr Geschenke, mehr Weihnachtsbeleuchtung, mehr Deko, mehr Essen, mehr von allem. Viel hilft viel, oder? Es muss eben weihnachtlich sein und weil die Gesellschaft uns es glauben macht, rennen wir in Geschäfte und klicken uns durch Onlineshops, um vor allem eines zu tun: Zu KONSUMIEREN. Es ist ja schließlich Weihnachten. Da muss man das, da soll man das, da machen das doch alle, oder?

Nein, nicht alle.

Wir leben in Deutschland, in einer Demokratie, in einem großteils sicheren Umfeld. Uns geht es doch richtig gut, oder nicht? Ja, mir geht es gut, sonst könnte ich diese Zeilen nicht tippen. Wahrscheinlich geht es auch dir gut, sonst könntest du das hier nicht lesen. Aber wir beide sind nicht alle.

Dieses Jahr hätte uns das wie in keinem anderen Jahr klar werden sollen, denn dieses Jahr sind so viele Menschen nach Deutschland gekommen wie schon lange nicht mehr. Tausende Menschen sind zu uns geflohen, mussten alles hinter sich gelassen, bepackt allein mit der Hoffnung, dass es irgendwann besser wird. Für tausende Menschen geht es jetzt gerade in diesem Moment um einen warmen Schlafplatz, genug warme Kleidung oder genug Essen, während wir immer schön weiter konsumieren, immerhin feiern wir so nun mal Weihnachten. Und da müssen wir uns doch alle ernsthaft einmal fragen: Brauchen wir all das? Müssen wir gedankenlos konsumieren? Ist es das wert?

Was wünschst du dir?

Ich wage es die Behauptung aufzustellen, dass wir weit mehr haben als wir brauchen und trotzdem immer eine Antwort darauf haben, was wir als nächstes besitzen möchten. Ja genau, BESITZEN, denn meistens geht es um materielle Dinge.

Was glaubst du, antwortet jemand, der aus seiner Heimat fliehen musste, auf die Frage „Was wünschst du dir?“. In Sicherheit zu sein, im Warmen zu schlafen, die Familie bei sich zu haben, gesund zu sein, friedlich zu leben, nicht mehr weglaufen zu müssen, aufgenommen zu werden, … was auch immer es sein mag, oft geht es nicht im entferntesten um Besitz und ich glaube das ist etwas, worüber wir nachdenken sollten.

Geben, statt nehmen.

Lasst uns doch mal „weniger mehr sein lassen“.
Lasst uns doch mal unseres Überflusses bewusst werden und etwas davon an andere abgeben.
Lasst uns doch mal weniger Vorurteile haben und mehr Liebe verteilen.
Lasst uns doch mal weniger kaufen und dafür aber mehr darüber nachdenken.
Lasst uns doch mal weniger an uns selbst und mehr an andere denken.

Weniger ist mehr!

#lessismore

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Mein heutiger Text wurde von der #lessismore Kampagne von boldomatic inspiriert, einer Social Media App, die dir die Möglichkeit bietet zu verschiedenen Themen an Kreativwettbewerben teilzunehmen. Hier geht es nicht um inszenierte Bilder und Selfies, sondern um Zitate, Sprichwörter und Sätze – eben darum das auszudrücken, was du zum Thema zu sagen hast. Und das in Form von Worten.
Jeder kann teilnehmen: Man lädt sich einfach die boldomatic App herunter, registriert sich schnell und kostenlos, und kann dann sofort an einem aktuellen Kreativwettbewerb teilnehmen, indem man sein Statement zum Thema abgibt. Meinen Teilnahme „Spruch“ seht ihr unten in der Mitte (auf blauem Hintergrund).

Die besten Sprüche des #lessismore Contests werden auf Postkarten gedruckt und in einer Guerillaaktion eine Woche vor Weihnachten auf der Bahnhofstrasse in Zürich verteilt, um auf den Konsumwahn an Weihnachten und die Menschen am Rande unserer Gesellschaft aufmerksam zu machen.

Wie findet ihr die Aktion #lessismore und die App boldomatic? Würdet ihr sie auch nutzen?

Ich finde es toll, seine Gedanken in Worte zu verpacken und auch die Gedanken anderer Menschen zu einem bestimmten Thema zu lesen. Außerdem ist das Konzept der App interessant und bietet meiner Meinung nach ganz viel Platz für Kreativität mit Worten!

boldomatic-lessismore-contest
Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit boldomatic entstanden. Vielen Dank dafür! #sponsored #SocialMedia #App

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6 Comments

  • Reply
    Julia
    10. Dezember 2015 at 17:28

    Ein toller Beitrag, regt auf jeden Fall zum Nachdenken an! Ich persönlich muss an Weihnachten nicht die krassesten Geschenke kriegen oder verteilen, aber ich finde es schön, den Lieblingsmenschen in meinem Leben eine kleine Freude zu machen und eben einfach zu zeigen, wie sehr man sich freut, dass es sie gibt. Denn du hast definitiv recht – wir haben so viel! Das sollte man schätzen!

    Liebe Grüße,
    Julia

  • Reply
    FAIRY TALE GONE REALISTIC
    18. Dezember 2015 at 15:09

    Sehr guter Beitrag!
    Ich finde, es ist wichtig, auf Vorurteile hinzuweisen!
    Wenn uns unsere eigenen Denkmuster bewusst werden, verschwinden sie meistens von selbst!
    Und ja: Weihnachten sollte eine Zeit sein, in der es uns nicht nur um uns selbst geht!
    Liebe Grüße
    Susi

    • Reply
      Vreni
      18. Dezember 2015 at 22:45

      Schön gesagt! Liebe Grüße! <3

  • Reply
    Zündstoff der Woche #21 | Zunder
    18. Dezember 2015 at 17:58

    […] #LESSISMORE Ein paar kluge Gedanken von Vreni auf ihrem Blog Jäckle und Hösle. […]

  • Reply
    Elisa Zunder
    18. Dezember 2015 at 18:01

    Super Beitrag!
    Genau deswegen habe ich diesen heute auch in meiner Rubrik Zündstoff der Woche geteilt.

    Liebste Grüße
    Elisa <3

    • Reply
      Vreni
      18. Dezember 2015 at 22:44

      Dankeschön!! <3

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