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Fair Fashion Label to watch: Myrka Studios

Leute, die Dinge einfach machen, mag ich ja. Wie Lia und Lydia halt, die einfach ihr eigenes Label gründen, wenn der Markt nicht so genau das hergibt, was sie sich wünschen. Lösungsorientiert, logo! Wenn dabei dann noch so etwas wie Myrka Studios rauskommt, bin noch mehr hin und weg. Aber das allerbeste ist eigentlich: Die schönen Teile können wir ab sofort im Crowdfunding, das gerade gestartet hat, abgreifen. Ich hab mir die beiden mal geschnappt und mit ein paar Fragen gelöchert. Lookbook-Bilder, die einem Ohhhhhs und Ahhhhs entlocken gibt’s auch. Also nochmal kurz die Kaffeetasse aufgefüllt und dann ab ins Fair-Fashion-Vergnügen mit euch!

Könnt ihr euer Label auf drei Worte runterbrechen?

„Transparent, zeitlos, nachhaltig“

Wie fing das an, das mit der Mode und euch?

„Wir haben uns schon vor unserem Umzug nach Berlin bei einem Probestudium kennen gelernt.
Lydia hat dann Kommunikationsdesign, Lia Modedesign studiert. Schnell haben wir festgestellt, dass uns neben den veganen Essensvorlieben auch unsere Vorstellungen von einem ethisch korrekten Modemarkt verbinden. Durch unsere Studiengänge bestand automatisch immer der Bezug zu Mode und Design, sodass irgendwann die Pläne für ein nachhaltiges Modelabel entstanden. Auf die Pläne folgten Taten und im Sommer 2016 gründeten wir Myrka Studios.“

Ich bin froh, dass es so gekommen ist! Was bedeutet echter Stil für euch?

„Sich selbst treu zu bleiben.“

Würde ich so auch unterschreiben. Was sagt ihr: Wie sieht die Zukunft der Mode aus? Was wünscht ihr euch?

„Grün, grün, grün! Hoffentlich. Wir können die Zukunft zwar nicht vorhersehen, versuchen sie aber mit unserem Label nachhaltig zu beeinflussen. Die Fast-Fashion-Industrie, wie sie heute existiert, wird so allein wegen den knapper werdenden Ressourcen nicht mehr lange funktionieren können. Früher oder später muss sich etwas ändern, doch das allgemeine Bewusstsein steigt bereits, die Nachfrage wird größer und es gibt so viele wunderbare Start-Ups mit innovativen Ideen.“

Wie ihr ja auch eines seid! Was vermisst ihr aktuell denn am meisten in der Modebranche?

„In der konventionellen Modebranche fehlt es eindeutig an Transparenz, zum Beispiel in Form von offengelegten Produktionsketten. Auch die ernstgemeinte Initiative der Moderiesen, wirklich etwas an den Umständen der Produktion zu ändern, ist noch deutlich zu gering. Aber auch in der „Ökobranche“ fehlt es noch an kompromisslosen nachhaltigen Labels. Es gibt einige, die mit tollen Projekten fair produzieren, Mode aus innovativen nachhaltigen Materialien herstellen oder wunderschöne, vegane Alternativen bieten – aber alle drei Aspekte in Verbindung haben uns persönlich auf dem Markt immer noch gefehlt.“

Woher nehmt ihr eure Inspiration?

„Von Anfang an hatten wir dieselben Vorstellungen der Grundidee unseres Designs. Unsere Schnitte sind modern und zeitlos, unsere Kleider minimalistisch mit speziellen Details. Auch welche Teile wir in unserer ersten Kollektion präsentieren wollten, war schnell klar: Wir haben designed, was man auf dem Markt noch nicht nachhaltig finden konnte und in keinem Kleiderschrank fehlen sollte.“

Was hat euch (modemäßig) am meisten geprägt?

„Berlin! Die vielen Fassetten der Stadt und das im Vergleich zu anderen Städten schon ziemlich große Bewusstsein für den nachhaltigen Lebensstil haben uns auf jeden Fall zu dem gebracht, was wir jetzt aufbauen.“

Wie sieht’s bei euch mit Nachhaltigkeit aus?

„Uns war von Anfang an wichtig, bis ins letzte Detail nachhaltig und transparent zu arbeiten. Die Herkunft der Materialien wird von uns genau geprüft. Wir arbeiten nur mit Lieferanten zusammen, die uns ihre Produktionskette offen legen. Unsere eigene Produktion wird regional und in enger Zusammenarbeit mit den Näherinnen stattfinden. Neben der Kleidung arbeiten wir auch in jedem weiteren Aspekt nachhaltig – vom Hangtag, über die Sicherheitsnadeln bis hin zum Versand mit recycletem Klebeband.“

Was steht als nächstes bei euch an?

„Seit dem 31.03. gibt es unsere erste Kollektion im Crowdfunding auf Startnext. Neben den Kollektionsteilen gibt es auch weitere tolle Goodies. Wir sind gespannt auf das Feedback der Crowd und freuen uns auf die Reaktionen.“

Wo finden wir euch?

„Aktuell sind wir vor allem auf Facebook und Instagram unterwegs. Zum Start der Kampagne auf Startnext ist auch unsere Website online gegangen (myrkastudios.com). Offline findet man uns im Moment vor allem in unserem Atelier in Charlottenburg oder zum Beispiel in der U1 auf dem Weg zum The Bowl an der Warschauer Straße.“

Danke ihr Lieben für den tollen Einblick. Ich klicke dann mal schnell rüber zu Startnext!

Die beiden Gründerinnen Lia und Lydia. <3

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2 Comments

  • Reply
    Anna Kunstkind
    3. April 2017 at 13:44

    Das sieht vielversprechend aus! Hattest du schon mal Stücke von dem Duo in der Hand? 🙂 <3

  • Reply
    Ann Schönrock
    3. April 2017 at 20:05

    Spannend! Jetzt habe ich die letzte Stunde auf Startnext verbracht.. ^^

    Ich bin gespannt auf Mehr von den beiden!

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